Forum-Kursprogramm

Sprengel Museum HannoverSprengel Museum Hannover
Das FORUM-KURSPROGRAMM im Sprengel Museum Hannover wird in Kooperation mit der Ada-und-Theodor-Lessing Volkshochschule Hannover angeboten.

Die Kurse der Reihe KUNSTANSICHTEN bieten Erwachsenen eine vielfältige Auseinandersetzung mit originalen Kunstwerken aus der ständigen Sammlung und den Sonderausstellungen des Museums.

In der WERKSTATTREIHE steht die eigene kreative Praxis der Teilnehmenden im Mittelpunkt. Angeboten werden mehrwöchige Kurse zur Malerei und Zeichnung und zur Drucktechnik.

Teilnehmende des FORUM-KURSPROGRAMMS zahlen zur Kursgebühr einmalig eine Eintrittskarte, die an weiteren Kurstagen zu freiem Eintritt berechtigt. Eine Ermäßigung erhalten Senioren ab 65 Jahre, Arbeitslose, Zivildienstleistende, Auszubildende, Schüler und Studenten. Für Inhaber der Jahreskarte des Museums entfällt die Eintrittsgebühr.

INFORMATION
Tel. (0511)) 168-43736 oder -44776
www.vhs-hannover.de
Weitere Informationen erhalten Sie auch im Halbjahresprogramm Frühjahr 2014 der Ada-und-Theodor-Lessing Volkshochschule Hannover.

ANMELDUNG
Ada-und-Theodor-Lessing Volkshochschule Hannover
Theodor-Lessing-Platz 1, 30159 Hannover
Montag bis Freitag von 10-13 Uhr
Donnerstag auch von 16-18 Uhr
Tel. (0511) 168-44781, - 44782,- 44783
info@vhs-hannover.de

Veranstaltungsort
Sprengel Museum Hannover, Kurt-Schwitters-Platz 1, 30169 Hannover

Veranstalter
Sprengel Museum Hannover, Bildung und Kommunikation: Gabriela Staade
Ada-und-Theodor-Lessing-Volkshochschule Hannover, Kulturelle Bildung: Dorothee Warnecke


REIHE KUNSTANSICHTEN

 
Max Ernst und der Surrealismus   (Es sind noch Plätze frei!)


Das aufkeimende Interesse an der Psychoanalyse und am Unterbewussten hinterließ deutliche Spuren in den Werken der Surrealisten. Es entstanden skurrile Bildwelten, die  einer „zufälligen Begegnung eines Regenschirms mit einer Nähmaschine auf einem Seziertisch“ nahekamen, wie der französische Dichter Lautréament bereits 1870 beschwor. Zufälle, Imaginationen und Assoziationen ermöglichten den Weg ins Unterbewusste, gleich einem Taumel zwischen Tag- und Traumwelt. Der „Écriture automatique“, ein assoziativ-automatisches Verfahren, hatte sich insbesondere Max Ernst verschrieben. Sie kam für ihn einem Akt der Befreiung gleich; „unverfälschte Fundgegenstände“ wurden so ans Tageslicht befördert.

Kurs 33014W8
Dörte Wiegand, M.A. / Kulturwissenschaftlerin

Samstag, 11.00 - 15.00 Uhr, 4 Ustd.
04. Oktober 2014
10 € + Bearbeitungsgebühr 3,50 €



Natürlich künstlich

Beim Begriff „Natur“ geht uns das Herz auf, das Wort „Geometrie“ weckt kaum romantische Gefühle. Aber kann nicht vielleicht eine konstruktivistische Komposition von El Lissitzky genau so „schön“ sein wie ein Tierbild von Franz Marc? „Was will ich in mei¬nem Werk aus-drü¬cken? Schön¬heit auf der gan¬zen Linie und Har¬mo¬nie“, sagte Piet Mondrian, der Maler der farbigen Rechtecke, der übrigens esoterischen Themen sehr zugewandt war.
Diese Gegenüberstellungen wollen wir ausloten. Was etwa sagt uns das Blumenbild von Emil Nolde, was die organische Abstraktion von Carl Buchheister? Wo finden wir Naturhaftes bei Kurt Schwitters? Und dann gibt’s ja noch Künstler wie Fernand Léger, Max Ernst oder das Ehepaar Robert Michel/Ella Bergmann-Michel, die in ihren Darstellungen Natur und Technik direkt miteinander verbunden haben.

Kurs 33010W8
Jörg Worat M.A. / Kunstsoziologe

Samstags, 10.30 – 12.45 Uhr, 2 x 3 Ustd.
08. und 15. November 2014
15 € + Bearbeitungsgebühr 3,50 €


(Selbst-)porträtdarstellungen im 20. Jahrhundert

Ist das Porträt eine ausgestorbene Gattung? Eine, die im 20. Jahrhundert mit der Entdeckung der Fotografie überflüssig wurde? Mitnichten. Bei unserem Streifzug durchs 20. Jahrhundert und durch ausgewählte Beispiele im Museum werden wir feststellen, dass insbesondere das Selbstporträt einen ganz wichtigen Stellenwert für den Künstler einnimmt. Es dient jetzt nicht mehr repräsentativen Zwecken wie früher, sondern bietet dem Künstler die Möglichkeit zu einem psychologischen Blick hinter die Kulissen. Beim Selbstporträt wird das zu einer Selbstbefragung, einer Standortbestimmung, einer Manifestation der eigenen Befindlichkeit und es bekommt somit Tagebuchcharakter. Künstler wie Munch, Beckmann, Dix aber auch Dieter Roth und Niki de Saint Phalle nutzen diese traditionelle, oft als minderwertig belächelte Gattung in der Malerei und finden beeindruckende Lösungen dafür.

Kurs 33011W8
Dr. Carmen Putschky / Kunsthistorikerin

Samstag, 11.00 - 15.30 Uhr, 6 Ustd.
11. Oktober 2014
15 € + Bearbeitungsgebühr 3,50 €


Martin Parr – das Alltägliche und das Absurde
„Wenn die Leute beim Betrachten meiner Bilder gleichzeitig weinen und lachen, dann ist das genau die Reaktion, die die Bilder auch bei mir hervorrufen. Die Dinge sind weder grundsätzlich gut noch schlecht. Ich bin immer daran interessiert, beide Extreme darzustellen.“ So spricht Martin Parr, der heute zu den einflussreichsten dokumentarisch arbeitenden Fotografen der Gegenwart gehört, selbst über seine Fotografien. Der Brite wurde vor allem durch seine ungeschönten Motive und seine Dokumentation der Alltagskultur bekannt. Ausgehend von der Sonderausstellung „We love Britain“ nähern wir uns u.a. in diesem Seminar der Rolle der Fotografie in der zeitgenössischen Kunst.

Kurs 33013W8
Anne Beel M.A. / Kulturwissenschaftlerin

Samstag, 10.30 – 15.30 Uhr, 6 Ustd.
13. Dezember 2014
15 € + Bearbeitungsgebühr 3,50 €


Emil Nolde und das Glück der Farben


1944 schrieb Emil Nolde in sein Tagebuch: „Farben waren mir ein Glück, und mir war es, als ob sie meine Hände liebten.“ Seine zweijährige Ehrenmitgliedschaft in der Künstlervereinigung Die Brücke leitete Noldes Abkehr vom Spätimpressionismus und die Wende zur expressionistischen Denkweise und stilistischen Ausdrucksform ein. 1907 verließ er die Gruppe und entwickelte seinen ganz persönlichen Stil, der durch eine Leuchtkraft der Farben, eine Urwüchsigkeit der Figuren und eine Grobschlächtigkeit der Malweise gekennzeichnet ist.  Die Farbkraft seiner Werke verdankt sich seiner tiefen Verbundenheit zur Natur und ihren Phänomenen. Er selbst bezeichnete seine Kunst als eine ländliche, die an das menschliche Urwesen glaubt und damit einen Gegenentwurf zur Verwissenschaftlichung der Welt zu liefern versuchte.
In diesem Seminar werden wir uns einem der wichtigsten Expressionisten des frühen 20. Jahrhunderts nähern und der pantheistischen Weltsicht Noldes in seinen Werken nachgehen.

Kurs 33015W8
Antje Futterschneider / Kulturwissenschaftlerin 

Samstag, 11.00 - 15.30 Uhr, 6 Ustd.
06.Dezember 2014
15 € + Bearbeitungsgebühr 3,50 €


WERKSTATTREIHE

Freies Malen


Kalte und warme Farben, Harmonie und Dissonanz, Lasuren und pastoser Farbauftrag...
In diesem Kurs werden Grundtechniken der Malerei und der farbigen Gestaltung vermittelt. Die Originale im Sprengel Museum Hannover bilden den Ausgangspunkt für die eigene Arbeit und geben Anregungen zur Bildfindung und zur Auseinandersetzung mit Farbe, Form und Komposition. Dabei können figurative, landschaftliche oder auch ganz ungegenständliche Bilder entstehen. Gemalt wird mit Acryl- oder auch Gouachefarben. Bitte mitbringen: Grundfarben u. Weiß, Malblock A2 (mind. 300 g/m2), Borsten- oder Kunsthaarpinsel, Malspachtel, Schraubglas und Pappteller. 


Kurs 81001W8
Frank Rosenthal / Künstler

Freitag, 15.30-17.45 Uhr, 10 x 3 UStd.
26. September bis 19. Dezember 2014
75 € + Bearbeitungsgebühr 7 €


Wege zum eigenen Bild

Die Kunstwerke der Klassischen Moderne sowie die aktuellen Ausstellungen im Sprengel Museum Hannover bilden die Grundlage für unsere Arbeit. Indem wir uns theoretisch und praktisch mit ihnen beschäftigen, werden wir kreativ und finden zu eigenen Bildinhalten. Je nach Neigung der Kursteilnehmer können verschiedene Techniken und Arbeitsmaterialien zum Einsatz kommen. Anfänger und Fortgeschrittene zeichnen und malen, üben schnelle Skizzen und vervollständigen zum Beispiel ihre Kenntnisse der zeichnerischen Darstellungsmöglichkeiten und der Farbenlehre. Bitte bringen Sie einen Zeichenblock und weichen Bleistift (B) mit, das Arbeitsprogramm sowie weitere Arbeitsmaterialien werden in der ersten Sitzung besprochen.

Kurs 81002W8
Otto Götzl /Grafiker

Samstag, 10.15-12.30 Uhr, 10 x 3 UStd.
13. September bis 29. November 2014
75€ + Bearbeitungsgebühr 7 €


Abstrakte und experimentelle Malerei

Die abstrakte Malerei bietet wie kaum eine andere Kunstrichtung die Möglichkeit, grundlegende ästhetische Erfahrungen zu machen und die Gestaltungsmittel Farbe, Form und Komposition ganz losgelöst von gegenständlichen Vorstellungen zu betrachten. Ausgehend von beispielhaften Werken aus der Sammlung des Sprengel Museums wird in diesem Kurs den unterschiedlichen Tendenzen und Ausprägungen der abstrakten/ ungegenständlichen Malerei des 20. Jahrhunderts nachgegangen. Dabei geht es neben der Vermittlung des kunsthistorischen Zusammenhanges vor allem um ein praktisches Experimentieren mit Farbe und Form. Bitte mitbringen: Malblock A2, Borsten/ Kunsthaarpinsel, Acrylfarben, Schraubglas und Pappteller.

Kurs 81003W8
Frank Rosenthal / Künstler

Dienstag, 17.30-19.45 Uhr, 11 x 3 UStd.
23. September bis 16. Dezember 2014
82,50€ + Bearbeitungsgebühr 7 €


Menschendarstellungen - Malen nach Modell

Der Kurs bietet Ihnen Erfahrungen in der Darstellung von Menschen anhand eines bekleideten Modells. Gemeinsam wird der Weg von der visuellen Erfassung der Proportionen und der Körperhaltung bis zur Zeichnung oder Malerei erprobt. Welche Gesichtszüge des Modells sind charakteristisch, wie sind sie darzustellen? Wie kann eine Bewegung gezeichnet werden? Wie wird eine plastische Wirkung erzeugt? Für den Gestaltungsprozess sind die persönliche Empfindung, eine freie Herangehensweise und die eigene Handschrift ebenso wichtig wie die technische Umsetzung des Wahrgenommenen. Menschendarstellungen von Max Beckmann und Picasso geben Anregungen für die eigene Arbeit. Bitte Zeichen- und Malmaterial mitbringen. Es entstehen zusätzlich geringe Kosten für das Modell. Diese Summe wird zu Beginn des Kurses mitgeteilt.

Kurs 81004W8
Andreas Palm / Künstler

Donnerstag, 15.30-17.45 Uhr, 12 x 3 UStd.
18. September bis 18. Dezember 2014
90 € + Bearbeitungsgebühr 7 €


Techniken der Radierung

Anfänger und Fortgeschrittene erwerben handwerkliche Kenntnisse in verschiedenen Radiertechniken: Kaltnadel, Ätzradierung, Aquatinta und Farbradierung mit mehreren Platten. Die eigene Arbeit erwächst aus der Auseinandersetzung mit druckgrafischen Werken des Museums, wobei den Teilnehmenden viel Raum gegeben wird für ihre persönlichen Ideen. Die Betrachtung ausgewählter Radierungen von Künstlern des 20. Jahrhunderts ergänzt die praktische Beschäftigung mit der Technik der Radierung und eröffnet neue Horizonte. Eine Materialbesprechung erfolgt am ersten Abend.

Kurs 81005W8
Assunta Verrone / Künstlerin

Dienstag, 17-19.15 Uhr, 12 x 3 UStd.
16. September bis 16. Dezember 2014
90 € + Zusatzkosten 29 €


Radierungs-Wochenendkurs

Einführung in die Radiertechniken, von Kaltnadel-Radierung bis Strichätzung und experimentellen Prägedruck. Es werden kleinere Formate bevorzugt, um die Schwierigkeiten dieser aufwendigen Techniken in Grenzen zu halten und gleichzeitig die beste Ausdruckstechnik für sich zu finden. Mitzubringen sind Handschuhe, Schürze, Papier zum Skizzieren und Drucken, ein runder Pinsel Nr. 2, leichte Pappe und Schere.

Kurs 81006W8
Assunta Verrone / Künstlerin

Samstag und Sonntag, 13-17.30 Uhr, 2 x 6 UStd.
29. und 30. November 2014
30 € + Zusatzkosen 18,50 €


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