06.10.2007: 1937. Auf Spurensuche – Zur Erinnerung an die Aktion ‚Entartete Kunst’

Sprengel Museum HannoverSprengel Museum Hannover
Ein Rundgang im Sprengel Museum Hannover aus Anlass der siebzigsten Jährung der Ereignisse von 1937 (20. Juni 2007 bis 30. März 2008)

Beiträge des Symposions zum Rundgang vom 6. Oktober 2007

Im Mittelpunkt des Rundgangs mit Gemälden und Skulpturen von 19 Künstlern steht die Erinnerung an die Geschichte der Werke und das Schicksal der Künstler in den Jahren der nationalsozialistischen Verfolgung. Das Jahr 1937 steht mit der „Aktion ‚Entartete Kunst’“ für die rigide Gleichschaltung des Kunstbetriebs durch das Hitler-Regime und die damit einhergehende Zerschlagung der Moderne in Deutschland. Mehr als 20.000 Werke jener Künstler, die seit 1933 unter Diskriminierung und Verfolgung litten, wurden bei Beschlagnahmeaktionen in zahlreichen deutschen Museen und Sammlungen innerhalb weniger Wochen konfisziert. Die Arbeiten fielen auf verschiedene Weise den Hetzkampagnen und teils der Zerstörung anheim. Im Juli 1937 wurde die Wanderausstellung „Entartete Kunst“ in München eröffnet. Sie stellt den Höhepunkt der Diffamierung deutscher und internationaler Künstler aller avantgardistischen Gruppierungen des 20. Jahrhunderts durch die Nationalsozialisten dar.

Zum Rundgang im Sprengel Museum Hannover ist eine Publikation entstanden, die in die Ereignisse und Hintergründe einführt. Die Broschüre (64 Seiten, 32 Abbildungen) beleuchtet die Ereignisse 1937 in der Hannoverschen Kunstszene und stellt sämtliche ausgewählten Werke vor. Mit wortgetreuen Auszügen aus den Inventarbüchern des Landesmuseum Hannover wird eine Übersicht über die dort als beschlagnahmt gekennzeichneten Werke der in den Rundgang aufgenommenen Künstler gegeben.

1937. Auf Spurensuche – Zur Erinnerung an die Aktion ‚Entartete Kunst’, hrsg. von Isabel Schulz und Isabelle Schwarz für die Freunde des Sprengel Museum Hannover e. V., 2007 (Beiträge zur Sammlung; Bd. III).
Mit Beiträgen von Götz-Lothar Darsow, Mirka Knauf, Isabel Schulz, Isabelle Schwarz und einem Vorwort von Ulrich Krempel.

Icon für Dokument Dr. Ines Katenhusen (Hannover)
„1937-2007: Auf Spurensuche in Hannover“ (.pdf, 110 KB)



 

 

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