Werkverzeichnis Kurt Schwitters

Sprengel Museum HannoverSprengel Museum Hannover
Das Verzeichnis der künstlerischen Werke von Kurt Schwitters beinhaltet – in drei Bänden – sowohl sein gesamtes abstraktes Œuvre als auch die gegenständlichen Bilder und Zeichnungen, die er sein Leben lang parallel zum abstrakten Schaffen fertigte.

Der im Herbst 2000 erschienene Band 1 berücksichtigt das Frühwerk der Schüler- und Akademiezeit ab 1905; es folgen die stilistischen Experimente bis zum Jahr 1919, in dem Kurt Schwitters zu seiner ureigensten Kunstform, „Merz“, findet, sowie die Werke aus den klassischen „Merz“-Jahren bis 1922.

Band 2, der im Frühjahr 2003 erschien, fährt fort mit den Werken, die die Auseinandersetzung mit dem internationalen Konstruktivismus seit 1923 widerspiegeln, und endet mit den Werken aus den 1930er Jahren, die bis zu Schwitters’ Emigration Anfang 1937 entstanden.

Die im norwegischen und englischen Exil bis zu seinem Tod 1948 geschaffenen Werke beschließen den Catalogue raisonné in Band 3, der im Frühjahr 2006 erschienen ist.

Nicht berücksichtigt werden das literarische sowie das typografische Werk, für das die Gesamtausgabe beziehungsweise das Werkverzeichnis bereits vorliegen.

Nach der Übernahme der von dem Sohn Ernst Schwitters angelegten Werkkartei in das neu gegründete Kurt Schwitters Archiv im Sprengel Museum Hannover bestand die vorrangige Aufgabe zunächst darin, einen Überblick über die bereits bewältigte und noch zu leistende Arbeit für das Werkverzeichnis zu gewinnen. Karin Orchard wurde mit der Leitung des 1994 eingerichteten Kurt Schwitters Archivs betraut, 1996 kam Isabel Schulz als wissenschaftliche Mitarbeiterin hinzu. Mit Hilfe des Datenbanksystems HIDA/MIDAS wurde zunächst, ausgehend von den vorhandenen Karteikarten, eine Datenbank erstellt. Die Angaben wurden, soweit möglich, kritisch überprüft und ergänzt. Der Nachlass, der etwa ein Drittel des noch vorhandenen Œuvres umfasst, wurde aufgearbeitet, insbesondere die gegenständlichen Gemälde und Zeichnungen wurden neu erfasst.

Ein Desiderat der alten Werkkartei war vor allem die Ermittlung und Aufarbeitung derjenigen Werke, die bereits zu Lebzeiten von Kurt Schwitters verkauft, getauscht oder verschenkt worden waren oder aber bereits vor Beginn der systematischen Arbeit an der Kartei dem Sohn nicht mehr zugänglich waren, wie etwa jene Werke, die Kurt Schwitters' Lebensgefährtin Edith Thomas geerbt hatte und die vornehmlich ihren Weg in englische und amerikanische Sammlungen gefunden haben. Vordringliches Ziel des Kurt Schwitters Archiv war und ist es daher, diese verschollenen Werke ausfindig zu machen oder zumindest in zeitgenössischen Quellen nachzuweisen. Systematisch werden daher weltweit öffentliche und private Sammlungen kontaktiert, Archive und Bibliotheken durchforscht sowie zahlreiche Besitzer von Werken aufgesucht und um ihre Mitarbeit gebeten.
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Kurt Schwitters
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