SKULPTUREN Sehen Zeichnen Entdecken

Präsentation im Calder-Saal

Kleine und große Besucher*innen sind eingeladen, mit Papier und Bleistift Skulpturen des 20. Jahrhunderts aus der Sammlung des Sprengel Museum Hannover zeichnerisch zu entdecken. Damit wird das Museum einmal mehr zum Ort des Anschauens, des aktiven Verweilens und eines ‚entschleunigten Blicks‘.

Die durchschnittliche Betrachtungsdauer eines Kunstwerks liegt bei 11 bis 20 Sekunden, das sind drei bis vier Atemzüge oder die Dauer des Klicks auf den Auslöser der Handykamera. Um dieses ästhetische Erleben zu verlangsamen und das Sehen zu intensivieren, können Besucher*innen nun im Calder-Saal Platz nehmen und sich an einem Zeichentisch mit ausgewählten Werken beschäftigen.

Zeichnen ist ein Forschen mit dem Bleistift, das ein genaues Anschauen und Hinsehen verlangt, um dem Gesehenen schließlich einen sichtbaren Ausdruck zu verleihen. Durch das Skizzieren macht man sich mit dem Kunstwerk vertraut. Für jedes Alter bietet diese Präsentation die Möglichkeit, sich mit einem Kunstwerk intensiv und subjektiv auseinanderzusetzen. Dabei geht es nicht um eine perfekte Zeichnung, sondern um einen Erfahrungsprozess. Der Museumsbesuch kann hier mit einem schöpferisch-kreativen Handeln verbunden werden.

Drei Skulpturen von Henri Laurens (1885-1954) und Kurt Lehmann (1905-2000) werden den Besucher*innen als Gegenüber präsentiert: „La grande baigneuse“ (Die große Badende) (1947) und „Le matin (Le grand matin)“ (1944) (Der Morgen (Der große Morgen)) von Henri Laurens und „Weibliche Figur“ (1953) von Kurt Lehmann. Die Dreidimensionalität der Plastiken und die Oberflächenbearbeitung der Bronze und des Steins bieten verschiedene Ansatzpunkte einer Betrachtung und zeichnerischen Auseinandersetzung.

Neben diesem besonderen Angebot möchten wir darauf hinweisen, dass auch der offene ‚Spielplatz‘ auf der Kleinen Galerie und die Installation „STADTGESCHICHTEN. Eine Kunstausstellung für Kinder“ für kleine und große Besucher*innen geöffnet sind.