Abstraktes, buntes Wellenmuster als Beitragsbild fcr das Archiv von sker

PETER LANG

03. Mai 2022

SKER

11.3. BIS 29.4.22

EINBLICKSHALLE

Eine Cyber-Plastik, die im 3D-Druckverfahren vor Ort entsteht und schlussendlich 7,5 Meter lang, zwei Meter hoch und rund 2,5 Tonnen schwer ist – erstmalig präsentiert das Sprengel Museum Hannover ein 3D-gedrucktes Kunstwerk, das Künstler Peter Lang im virtuellen Raum entworfen und in Zusammenarbeit mit dem Hightech-Unternehmen Additive Tectonics, einem Unternehmen der FIT Additive Manufacturing Group, entwickelt hat.

Die Plastik, die im Sprengel Museum Hannover über einen Zeitraum von sieben Wochen wächst, und die Art und Weise, wie Maler und Druckgrafiker Peter Lang sie schafft, sind ein Novum: In Zusammenarbeit mit der Hightech-Firma Additive Tectonics, führend im 3D-Druck für Architektur und Kunstrealisierung, entwickelte er ein Herstellungsverfahren mit einem eigens dafür entworfenen Roboter. Peter Lang zeichnet mit einer VR-Brille im virtuellen Raum Grundrisse bzw. Schnitte der Skulptur – jeweils alle zwei Zentimeter im Höhenaufbau wird eine eigene Zeichnung benötigt. Diese virtuellen Zeichnungen werden übertragen auf einen Druckroboter, der die Grundrisslinien mit flüssig geschmolzenem und mit Farbpigmenten angereichertem Holzgranulat Schicht für Schicht druckt. Die auszuführende Druckstrecke beträgt rund 230 Kilometer. Mit Hilfe von VR-Brillen lässt sich die Skulptur während ihrer Entstehung bereits im virtuellen Raum erkunden.

Reinhard Spieler, Direktor des Sprengel Museum Hannover und Kurator des Projekts:

„Mit dem Drucken einer Skulptur in dieser Dimension und Technik betreten sowohl der Künstler als auch das Museum absolutes Neuland – ein solches Projekt hat bislang noch kein anderes Museum umgesetzt. Sker, ursprünglich zeitgleich mit der nun leider pandemiebedingt verschobenen Hannover Messe geplant, vereint Wissenschaft, Technologie und Kunst auf allerhöchstem Niveau.“

Vom 8. November 2022 bis 8. Januar 2023 wird die fertige Skulptur noch einmal im Sprengel Museum Hannover präsentiert – dann ohne Druckroboter.

Im Zentrum der Arbeit von Peter Lang, der 1965 geboren wurde und in Gleißenberg lebt, steht die Umsetzung von ursprünglichen, von der Zivilisation weitgehend unberührten Landschaften in Malerei, Zeichnung und Druckgrafik. Dazu reist Lang mit einem eigens von ihm entwickelten Atelier-Container in entlegene Gebiete – nach Chile, Island und in die Alpen –, um vor Ort das Farbspiel der Natur auf sich wirken zu lassen und in künstlerische Form zu übertragen Seine jüngste Reise führte ihn nach Island, wo er mit einem Fischkutter die Insel entlang an Riffen und Klippen (= isländisch „Sker“) umfuhr und seine Eindrücke in Zeichnungen festhielt, die ihm für „Sker“ als Inspiration dienen.

Die FIT AG ist ein international führender Industriepartner für Additive Fertigung. Als Pionier der Branche mit über 25 Jahren Erfahrung entwickelt und fertigt das Unternehmen für ein breites Kundenspektrum Prototypen, Werkzeuge, 3D-gedruckte Ersatzteile, additiv gefertigte Endbauteile und Serienteile sowie Kunstobjekte. Vom Produktdesign über die Konstruktion und Herstellung bis hin zur Nachbearbeitung und Qualitätssicherung stellt der AM-Spezialist dabei die gesamte Wertschöpfungskette des 3D-Drucks zur Verfügung. Der Umsatz der FIT AG lag 2021 bei 24 Mio. EUR (R&D: 8,4 Mio EUR). Insgesamt beschäftigt das Unternehmen derzeit 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Firmenstammsitz in Lupburg sowie an weiteren Standorten in Bologna (Italien), Brasov (Rumänien), Nagoya (Japan) sowie in Braintree, MA (USA).

Eröffnung

Die Eröffnung findet unter den tagesaktuellen Coronaregeln statt. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Donnerstag, 10.3.22, 18.30 Uhr

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